Entzündungshemmende Ernährung

Entzündungshemmende Ernährung


Entzündung ist nicht per se etwas negatives. Das muss zuerst gesagt werden. Für unseren Körper kann eine Entzündung total sinnvoll sein. Stell dir vor eine Wespe sticht dich oder du fällst auf einem Kiesweg und schürfst dir die Knie auf. Eine kurzzeitige Entzündungsreaktion hilft und schützt deinen Körper, um entweder Viren abzutransportieren oder die toten abgestorbenen Zellen abzutransportieren. Eine Entzündung ist immer dann ungünstig für unseren Körper, wenn sie uns nicht kurzzeitig unterstützt, sondern über Wochen, Monate oder Jahre anhält ohne erkennbaren Grund. Dann kämpft unser Immunsystem gegen gesundes Gewebe an und es können Erkrankung begünstigt werden oder entstehen. Vielleicht sind bei dir zu hohe Entzündungsparameter im Blut gemessen worden, aber du hast keine Erkrankung. Das kann durch ein Ungleichgewicht in der Ernährung entstehen - also immer dann wenn über längere Zeit deutlich mehr entzündungsfördernde wie entzündungshemmende Lebensmittel verzehrt werden. Oder du machst sehr viel Sport und/ oder hast viel Stress. Beides kann dazu führen, dass Entzündungswerte erhöht sind. Immer dann ist es sinnvoll sich etwas genauer mit dem Thema entzündungshemmende Ernährung auseinander zu setzen.

Im Grunde wollen wir ein gutes Gleichgewicht aus fördernden und hemmenden Faktoren, denn für einen gesunden Körper ist eine Entzündungsreaktion möglich, aber kein Dauerzustand.

Fördernd:

Sehr viel Sport und kaum Regeneration.

Zu viel negativer Stress.

Zu wenig Schlaf.

Alkohol.

Hochverarbeitete Produkte.

Weißmehlprodukte.

Zu viel Salz.

Viel fettes Fleisch, viel Butter, wenig pflanzliche Öle, kein/kaum Fisch,...

Hemmend:

Sport mit ausreichender aktiver und passiver Regeneration.

Genügend Schlaf.

Positiver Stress bzw. ein guter Umgang damit.

Ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Lebensmitteln: zB. Chiasamen, Leinöl oder Walnussöl.

Unverarbeitete natürliche Lebensmittel:

Gewürze, dunkle Beeren, Kreuzblütler, Zwiebelgewächse, Gemüse und Obst (wenig gereift), Zitrusfrüchte…

Meine Favoriten:

unreife Mango, Brokkoli, Heidelbeeren, Ingwer und Kurkuma, Spinat, Orangen und Zitronen, Gurke, Rote Beete

Das Fazit ist wieder einmal eine Basis aus vielfältigen unverarbeiteten Lebensmitteln. Es ist total in Ordnung Butter zu essen oder ein verarbeitetes Produkt zu verwenden. Es geht wie bei so vielem um das Verhältnis. Das Problem besteht nur wenn zu viele Parameter zusammenkommen, die fördern und zu wenige, die hemmen.

PS: für uns Frauen ist eine entzündungshemmende Ernährung während der Periode sinnvoll und auch bei Schwangerschaft oder Stillzeit (mit ein paar Anpassungen bzw. Augenmerk auf dem ein oder anderen) profitieren wir davon.